Dienstag, 1. Oktober 2013

An meinen Freund, die Einsamkeit.

Ich lernte ihn vor viele Jahren kennen. Als ich noch ein kleiner Junge war. Damals, erst als ich ihn kennengelernt hatte, war es ein seltsames Gefühl. Ich mochte ihn nicht, aber er blieb an meiner Seite, egal wohin ich ging.
Erst als ich älter wurde, empfand ich seine Anwesenheit als angenehm, ja ich freute mich sogar ihn zu haben. So verbrachte ich viel Zeit mit ihm, es wurde nie langweilig mit ihm zu reden. 
Natürlich war er mein bester Freund, keiner kannte mich sogut wie er, keiner war mir so nahe. Es gab natürlich andere Freunde, aber meist ging ich ihnen aus dem Weg um mehr Zeit mit ihm verbringen zu können, so sehr hatte er meine Seele, mein tiefstes ich geprägt.
Doch er starb. Er erstickte am Stress des Lebens. Verbrannt an dem Feuer, welches den Hass in uns nähert. Seine Asche vom Winde des Flüsterns über Geheimnisse der anderen vertrage.
Ich trauerte ihm nicht nach, meinem Freund, meinem Bruder. Denn ich selbst hatte vergessen zu schätzen und ihn zu achten. So habe ich meinen engsten vertrauten verloren, ohne zu wissen, dass ich ihn immer noch suche. In jeder Sekunde zwischen all den Aufgaben und Herausforderungen schreie ich seinen Namen in den Lärm um mich. 
Aber hört mich nicht, will nicht gehört werden.

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